Volumen hat keine absolute Skala — „hoch" gibt es nur im Vergleich. Ein Wert, der heute riesig wirkt, ist morgen Durchschnitt. VSA liest Volumen immer relativ zu den letzten Balken. Hier lernen Sie die Stufen kennen und was jede typischerweise bedeutet.
Die wichtigste Regel zuerst: Beurteilen Sie Volumen niemals an seiner absoluten Zahl, sondern immer im Verhältnis zu den vorangegangenen Balken. Ein nützlicher Anker ist der gleitende Durchschnitt der letzten 20 Balken. Alles, was deutlich darüber oder darunter liegt, ist eine Botschaft.
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Die aussagekräftigsten Volumenwerte liegen an den Rändern — ungewöhnlich hoch oder ungewöhnlich niedrig. Beide markieren oft Wendepunkte, aber aus entgegengesetzten Gründen.
Extremes Volumen heißt: die Masse ist voll engagiert — meist am Ende einer Bewegung. Sie kauft in Panik am Top (Buying Climax) oder verkauft in Panik am Boden (Selling Climax). Genau dann nimmt die starke Hand die Gegenseite ein.
Versiegendes Volumen heißt: das Interesse ist erschöpft. Fällt der Kurs auf austrocknendem Volumen, fehlt der Verkaufsdruck (No Supply). Steigt er ohne Volumen, fehlt die Nachfrage (No Demand). Beides verrät, dass eine Bewegung keine Kraft mehr hat.
Drei Faustregeln, die Sie nie im Stich lassen.
Vergleichen Sie mit den letzten ~20 Balken. Die absolute Zahl allein sagt nichts.
Ungewöhnlich hoch oder ungewöhnlich niedrig — dort stecken die Signale. Durchschnitt ist meist Rauschen.
Die Stufe allein genügt nie. Erst zusammen mit Spanne und Schluss wird sie zum Signal (Lektion 05 & 06).